Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2021: Dr. Eckart von Hirschhausen

 

„Die Verkehrswende ist gesund“, sagt Dr. Eckart von Hirschhausen, bekannt als Arzt, Komiker und Moderator. Er wird als „Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2021“ im Rahmen des Nationalen Radverkehrskongresses am 27. April ausgezeichnet.

 

Dr. Eckart von Hirschhausen
Eckart von Hirschhausen ist sportlich mit dem Fahrrad unterwegs. © DER DEUTSCHE FAHRRADPREIS / Fotograf: WDR/Ben Knabe

Dr. Eckart von Hirschhausen, bekannt als Arzt, Komiker, Autor und Gründer der Stiftung "Gesunde Erde - Gesunde Menschen", erhält in diesem Jahr die Auszeichnung "Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2021". Im Interview mit dem Deutschen Fahrradpreis erzählt er von seiner Leidenschaft zum Radfahren und darüber, welche Vorteile ein bewusstes Mobilitätsverhalten für den Menschen, die Gesundheit und das Klima hat.

Der 53-Jährige auf die Frage, wie (noch) Nicht-Fahrradfahrende zum Aufsatteln motiviert werden können: "Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde. Radfahren bedeutet nicht nur Mobilität, es ist gleichzeitig gesund für einen selber - und für alle anderen auch! Ich atme auf der Straße lieber die Abgase von zehn Radfahrenden ein, als von einem SUV."

In Kopenhagen zu leben, ist kein Verzicht

Ein praktisches Vorbild für Deutschland auf dem Weg zu einem "Fahrradland" sind für ihn die skandinavischen Länder, die mehr in Gesundheit und Bildung investieren und vor allem in Fahrradwege. "In Kopenhagen zu leben ist kein "Verzicht" - es ist eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität und den gesündesten Menschen! Wir brauchen mehr Diensträder als Dienstautos! Die Verkehrswende ist gesund! Als Arzt vermisse ich bei der ganzen Diskussion die Tatsache, dass Umwelt und Mensch davon profitieren, wenn die Entscheidung, aus eigener Kraft voran zu kommen, die leichtere und sichere Entscheidung wird.

Sein Fazit: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Radweg!" Den Radwegebau und die Radinfrastruktur fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bis 2024 mit insgesamt rd. 1,63 Mrd. Euro.

Digitale Verleihung am 27. April

Die Verleihung des Deutschen Fahrradpreises findet im Rahmen des Nationalen Radverkehrskongresses am 27. April 2021 digital statt.

Die "Fahrradfreundlichste Persönlichkeit" ist seit 2003 Bestandteil des bundesweiten Wettbewerbs, einer Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V.

 

Video: Hirschhausen und Hoëcker für den Radentscheid Bonn

https://essen.adfc.de/neuigkeit/fahrradfreundlichste-persoenlichkeit-2021-dr-eckart-von-hirschhausen-1

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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