Nach ausbleibenden Fortschritten: Bündnis ruft erneut zu Demonstration auf
Demo für „Sichere Mobilität für ALLE" am 6. Juli 2026 um 17:00 Uhr

Vier Monate nach der ersten Demonstration werfen der ADFC Essen, FUSS e.V. Essen, der RadEntscheid Essen, der VCD Essen und Gemeinsam für Stadtwandel der Stadt Essen vor, den RadEntscheid weiterhin nicht umzusetzen.
Demo am Montag, 6. Juli 2026, um 17:00 Uhr
Deshalb rufen die fünf Organisationen für Montag, den 6. Juli 2026, um 17:00 Uhr, erneut zur Demonstration „Sichere Mobilität für ALLE“ auf.
Treffpunkt ist die Rüttenscheider Straße 60 im Bereich zwischen Klarastraße und Bertholdstraße.
Im Gegensatz zur ersten Demonstration im März wird die Veranstaltung diesmal nach etwa einer Stunde in einen Demonstrationszug übergehen. Für eine größere öffentliche Wahrnehmung ziehen die Teilnehmenden über die Fahrbahn bis zum Willy-Brandt-Platz. Die Veranstalter wollen damit ihre Forderungen nach einer sicheren und zukunftsfähigen Verkehrspolitik noch sichtbarer in die Essener Innenstadt tragen.
Nach Auffassung der Veranstalter sind die Forderungen des RadEntscheids aktueller denn je. Die von der Ratskoalition aus CDU und SPD eingeleitete Abkehr von den gemeinsam vereinbarten Maßnahmen sei aus ihrer Sicht ein schwerer Fehler. Die Initiatoren kritisieren, dass zentrale Vorhaben für mehr Verkehrssicherheit und eine nachhaltige Mobilität nicht mit der notwendigen Konsequenz verfolgt würden.
Vier Monate nach unserer ersten Demonstration müssen wir leider feststellen, dass sich aus unserer Sicht nichts Wesentliches bewegt hat. Der RadEntscheid ist kein Wunschzettel, sondern das Ergebnis eines demokratischen Beteiligungsprozesses. Seine Umsetzung ist entscheidend für mehr Verkehrssicherheit, mehr Lebensqualität und eine moderne Mobilität in Essen. Sichere Infrastruktur darf nicht aufgeschoben oder zurückgenommen werden
erklärt Benjamin Voigt (Beisitzer im Vorstand des ADFC Essen).
Das Bündnis betont, dass es beim RadEntscheid nicht allein um den Radverkehr geht. Ziel sei eine Verkehrspolitik, die den gesamten Umweltverbund – Fußverkehr, Radverkehr und öffentlichen Personennahverkehr – stärkt und allen Menschen eine sichere und gleichberechtigte Mobilität ermöglicht.
Nach Ansicht der Initiatoren sind die vereinbarten Maßnahmen unverzichtbar, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, den Klimaschutz voranzubringen und die Lebensqualität in Essen nachhaltig zu verbessern. Das bislang dominierende Primat des motorisierten Individualverkehrs sei nicht mehr zeitgemäß und stehe einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung entgegen.
Mit der erneuten Demonstration wollen die beteiligten Organisationen den politischen Druck aufrechterhalten und die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung dazu auffordern, die Beschlüsse des RadEntscheids konsequent umzusetzen. Gleichzeitig rufen sie alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich an der Demonstration zu beteiligen und gemeinsam ein Zeichen für eine sichere, lebenswerte und nachhaltige Mobilität für ALLE zu setzen.
RadEntscheid Essen
Damit das neue Bürger*innenbegehren erfolgreich ist, müssen 13.000 gültige – handschriftliche Unterschriften von wahlberechtigten Essener*innen (ab 16 Jahren) bis zum 20. Juli 2026 gesammelt werden. Jede Stimme zählt!

