Mobilpunkte entstehen im Nordviertel und in Altenessen-Süd
Stadt Essen erprobt neue Standorte im Rahmen des Projekts "Be-MoVe"

Das Wichtigste auf einen Blick:
- Im Rahmen des Projekts "Be-MoVe“ entstehen in Essen neue Mobilpunkte im Nordviertel und in Altenessen-Süd, die zunächst getestet werden.
- Bei den Mobilpunkten handelt es sich um Fahrradplattformen, die das Abstellen eigener Räder und das Ausleihen von Leihrädern ermöglichen und den Umstieg auf Bus und Bahn erleichtern sollen.
- Nach etwa sechs Monaten werden die neuen Standorte ausgewertet: Gut genutzte Mobilpunkte sollen dauerhaft bleiben.
Wo sind neue Mobilpunkte geplant?
Im Rahmen des Projekts "Be-MoVe" haben die Bezirksvertretungen I und V beschlossen, dass vier neue Standorte für Mobilpunkte erprobt werden sollen.
Hier will die Stadt Fahrradplattformen errichten und testen:
Nordviertel
- Zwingliplatz 1 (#1)
Altenessen-Süd
- Kirche Herz Jesu / Westerdorfplatz / Bäuminghausstraße 64–66 (#2)
- U-Bahn-Station Kaiser-Wilhelm-Park / Stankeitstr. 1 (#3)
- Graitengraben / Ecke Rahmstraße 125 (#5)
Abgelehnt wurde durch die Bezirksvertretung V ein weiterer Standort an der Ecke Schwarze Straße/Rahmstraße (#4).
Nach circa einem halben Jahr sollen die neuen Mobilpunkte evaluiert und die Ergebnisse der Politik präsentiert werden. Das Prinzip dieses experimentellen Vorgehens wurde auch auf die Stadt Mülheim übertragen. Hier werden seit Dezember 2025 ebenfalls Mobilpunkte erprobt.
Zusätzlich zu den neuen Mobilpunkten in Altenessen und im Nordviertel wird eine weitere Plattform in der Keplerstraße 98 im Stadtteil Holsterhausen errichtet. Dieser Mobilpunkt wurde bereits ein Jahr lang getestet und evaluiert und die Verstetigung bereits im Jahr 2023 von der Bezirksvertretung III beschlossen. Nun erfolgt die dauerhafte Installation.
Wie funktionieren die Mobilpunkte?
Während des Projekts "Be-MoVe" wurden seit Oktober 2022 bereits in zwei Phasen zehn Mobilpunkte in den Stadtteilen Holsterhausen, Rüttenscheid, Südviertel und der Innenstadt erprobt und an erfolgreichen Standorten verstetigt. Das bedeutet: Zunächst werden Fahrradplattformen gut sichtbar installiert, die das Parken privater Räder sowie das Leihen von Rädern des Partners "metropolradruhr" für einen begrenzten Zeitraum ermöglichen. Häufig frequentierte Plattformen sollen dauerhaft bleiben. Um herauszufinden, welche Standorte sich eignen, testet die Stadt Essen unterschiedliche Örtlichkeiten und Gegebenheiten.
Die Mobilpunkte sollen außerdem eine kombinierte und umweltfreundliche Nutzung von ÖPNV und Radverkehr erleichtern, beispielsweise durch die bessere Erreichbarkeit von U-Bahn-Stationen mit dem Rad. Sie sind in Zusammenarbeit mit der Ruhrbahn und "metropolradruhr" entwickelt worden.
Zum Hintergrund
Das Projekt "Be-MoVe" wird von der Grünen Hauptstadt Agentur (GHA) der Stadt Essen koordiniert. Verbundpartner ist das Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung der Uni Duisburg-Essen (imobis). Mit Anwohnerinnen*Anwohnern und Akteurinnen*Akteuren der Stadtteile wird gemeinsam erforscht, wie sich eine Veränderung von Straßenräumen, neue Zugänge zu Verkehrsmitteln oder digitale Angebote auf die Mobilität vor Ort auswirken.
Das Projekt wird durch das Förderprogramm "MobilitätsWerkStadt 2025" des Bundesforschungsministeriums (BMFTR) gefördert. Noch knapp ein Jahr lang wird sich "Be-MoVe" vor allem auf die nördliche Innenstadt, das Essener Nordviertel und Altenessen-Süd konzentrieren. Zu den geplanten Maßnahmen gehören außerdem Bürgerprojekte, das Reallabor in der Universitätsstraße und die Durchführung von Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit auf Schulwegen.
Weitere Informationen finden Interessierte unter www.essen.de/bemove.
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