Neue Schilder informieren über Regeln auf Essener Fahrradstraßen

 

Die neuen Schilder zeigen mit entsprechend angefertigten Piktogrammen und einer kurzen Beschreibung die wichtigsten Verhaltensweisen für alle Verkehrsteilnehmer*innen, die auf einer Fahrradstraße unterwegs sind.

 

Die Schilder mit den Informationen zu den Regeln, die auf Fahrradstraßen gelten, sind 1,5 Meter mal 1 Meter groß und werden an geeigneten Stellen entlang oder am Beginn einer Fahrradstraße montiert. © Elke Brochhagen, Stadt Essen

13 ausgewählte Standorte – weitere sollen folgen

Die Stadt Essen baut kontinuierlich Fahrradstraßen und -wege weiter aus. Wichtig bei der Nutzung der Fahrradstraßen ist allerdings, die geltenden Regeln zu kennen und einzuhalten. Diese werden nun auf neuen Schildern an Ort und Stelle erklärt. Das erste Schild wurde heute (19.05.) am Helfenbergweg in Stoppenberg enthüllt und ist seitdem für jede*n Verkehrsteilnehmer*in sichtbar. Die neuen Schilder zeigen mit entsprechend angefertigten Piktogrammen und einer kurzen Beschreibung die wichtigsten Verhaltensweisen für alle Verkehrsteilnehmer*innen, die auf einer Fahrradstraße unterwegs sind. Die Schilder sind 1,5 Meter mal 1 Meter groß und werden an geeigneten Stellen entlang oder am Beginn einer Fahrradstraße montiert. 13 Standorte wurden bisher dafür ausgesucht, einer ist der Helfenbergweg in Stoppenberg, Höhe Kreuzung Ernestinenstraße.

Für Simone Raskob, Beigeordneten für Umwelt, Mobilität und Sport, sind die neuen Schilder ein wichtiger Bestandteil beim Ausbau des Radverkehrs in Essen: "Sie helfen allen Verkehrsteilnehmer*innen gemeinsam Rücksicht zu nehmen. Die Schilder sollen das Radfahren in der Stadt erleichtern, noch ein Stück sicherer machen und sind ein weiterer Baustein, um das Modal-Split-Ziel 4x25 zu erreichen und den Anteil des Radverkehrs zu erhöhen."

 

Die Stadt Essen wird Fahrradwege und -Straßen weiter ausbauen und weitere Schilder aufstellen. Bei der Planung von Fahrradstraßen gehören die Schilder in der Zukunft dazu, so Rainer Wienke, Leiter des Amts für Straßen und Verkehr: "Die jeweiligen Standorte müssen dafür allerdings immer geeignet sein und werden im Vorfeld geprüft." Neben dem Schild am Helfenbergweg in Stoppenberg werden weitere Schilder in den kommenden Wochen aufgestellt, unter anderem in den Stadtteilen Rüttenscheid, Holsterhausen, Katernberg und Kray. Die Schilder dürfen beispielsweise den Verkehr nicht gefährden und müssen den Verkehrsteilnehmer*innen freie Sicht auf die Straße ermöglichen.

Die Stadt Essen hat in der Vergangenheit bereits mehrere Aktionen und Maßnahmen durchgeführt, um über die geltenden Regeln auf Fahrradstraßen zu informieren. Neben einer gemeinsamen Aktion mit der Polizei Essen und der Verteilung entsprechender Info-Flyer gibt es zum Beispiel auch einen kurzen Erklärfilm über die Regeln auf www.essen.de/fahrradfreundlich.

Video: Fahrradstraßen in Essen: Diese Regeln gelten

Zum Hintergrund

Mit aktuell 82 Fahrradstraßen ist Essen nach München die Stadt mit den meisten Fahrradstraßen in ganz Deutschland. Fahrradstraßen unterstützen eine umweltfreundliche Fortbewegung in der Stadt. Deshalb ist es für die Stadt Essen unerlässlich, den Radverkehr weiter auszubauen und das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer*innen zu unterstützen. Die Fahrradstraßenachsen A, B und C sind Teil des Lead City-Projekts der Stadt Essen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert seit dem 1. Januar 2019 innovative Verkehrsprojekte zur Luftreinhaltung (Verringerung der Stickstoffdioxidbelastung) in den fünf Modellstädten Bonn, Herrenberg, Mannheim, Reutlingen und Essen. Die Fahrradstraßenachsen sind zudem neben der Umweltspur (Schützenbahn) und der Protected Bike Lane (Bernestraße) ein wichtiger Baustein der Stadt Essen, um das Modal-Split-Ziel mit einer Verteilung von jeweils 25 Prozent auf die Mobilitätsfelder ÖPNV, Radverkehr, Fußverkehr und Autoverkehr bis zum Jahr 2035 zu erreichen.


https://essen.adfc.de/neuigkeit/neue-schilder-informieren-ueber-regeln-auf-essener-fahrradstrassen

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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