Fahrradstraßenachse C von Steele nach Zollverein freigegeben

 

Am heutigen Montag (14.12.) wurde mit der Achse C von Steele nach Zollverein die letzte der drei neuen Fahrradstraßenachsen für den Verkehr freigegeben: Sie verbindet die Stadtteile Steele, Kray, Stoppenberg, die Zeche Zollverein und Katernberg.

 

Oberbürgermeister Thomas Kufen (oben), Simone Raskob (Mitte), Geschäftsbereichsvorstand für Umwelt, Verkehr und Sport, und Rainer Wienke, Leiter Amt für Straßen und Verkehr (rechts), bei der Freigabe der Fahrradstraßenachse C von Steele nach Zollverein. © Elke Brochhagen

Bei der Fahrradstraßenachse C handelt es sich nicht um eine Strecke mit lückenlos aufeinander folgenden Fahrradstraßen, wie beispielsweise die Achse A vom Südviertel nach Frohnhausen. Vielmehr weist die Achse C auch Abschnitte auf, in denen es keine Fahrradstraße gibt. Gründe hierfür sind beispielsweise vorhandene Radverkehrsanlagen, die auch künftig weiter genutzt werden können, aber auch Bereiche, in denen sich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten keine Fahrradstraße realisieren ließe. In der Straße Grendtor wurde der Radfahrstreifen verlängert und auf der Hubertstraße ein Schutzstreifen markiert. Auf der insgesamt rund zwölf Kilometer langen Achse entstanden so neue Fahrradstraßen mit einer Gesamtlänge von 4,6 Kilometern.

"Mit der Freigabe der dritten großen Fahrradstraßenachsen in diesem Jahr setzen wir ein deutliches Zeichen für mehr Fahrradfreundlichkeit in unserer Stadt", so Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Und zugleich erfüllen wir einen wichtigen Bestandteil des Vergleichs zwischen unserer Stadt, dem Land Nordrhein-Westfalen sowie der Deutschen Umwelthilfe zur Umsetzung des Luftreinhalteplans."

Ab sofort neue Regelungen

Mit der Enthüllung und Freigabe der neuen Fahrradstraßen-Verkehrsbeschilderung auf der Fahrradstraßenachse gelten ab sofort neue Regelungen. Eine Fahrradstraße ist ein Radweg auf der Fahrbahn und wird erst durch eine Zusatzbeschilderung für den Kfz-Verkehr gesondert freigegeben, sodass dieser die Fahrradstraße befahren darf. Auch nach dieser offiziellen Freigabe haben Radfahrer*innen auf einer Fahrradstraße gegenüber dem Kraftfahrverkehr Vorrang und dürfen jederzeit nebeneinander fahren. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h, wobei sich Autofahrer*innen an die Geschwindigkeit des Radverkehrs anpassen müssen.

"Auch auf der Achse C kommt wie auf den bereits eröffneten Fahrradstraßenachsen unser eigens entwickelter Standard zum Tragen", so Umwelt-, Verkehr- und Sportdezernentin Simone Raskob. "Dank dieser Ausgestaltung können sich Radfahrerinnen und Radfahrer sicher von A nach B bewegen, sind bevorrechtigt und haben genügend Raum auf der Straße."

Neue Beschilderungen und Markierungen auf der Achse C

Im Zuge der Umsetzung wurden an vielen Einmündungsbereichen bauliche Anpassungen nötig, um die nun geltende Vorfahrtsregelung der künftigen Fahrradstraße zu verdeutlichen, beispielsweise erfolgten so Umbauten im Bereich Zum Oberhof/Schöllerskampstraße in Kray oder Helfenbergweg/Meerbeckshofstraße in Stoppenberg. Zudem wurden entlang der gesamten Route umfangreiche neue Beschilderungen angebracht sowie Markierungen auf den betroffenen Straßen vorgenommen. Konnten neue Sicherheitsstreifen und die Piktogramme aus Fahrrad und Pfeilspitzen (Sharrows), bereits auf die entsprechenden Straßen aufgebracht werden, so stehen die Markierungen der großen, blau-weißen Fahrradstraßenpiktogramme aufgrund der unbeständigen Witterungsbedingungen noch aus. Es ist vorgesehen, diese Arbeiten im Frühjahr nachzuholen.

Kosten der Fahrradstraße

Die Kosten für die Straßenbau-, Markierungs- sowie Beschilderungsmaßnahmen zur Einrichtung der Fahrradstraßenachse von Steele nach Zollverein belaufen sich auf insgesamt rund 805.000 Euro, wobei die veranschlagten Fördermittel bei etwa 760.000 Euro liegen.

Zum Hintergrund

Die Maßnahmen der Fahrradstraßenachsen sind Teil des Vergleichs zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Essen sowie der Deutschen Umwelthilfe zur Umsetzung des Luftreinhalteplans. Auf diesen haben sich die Akteure Anfang Dezember 2019 vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster geeinigt. Die Kosten für die insgesamt drei Achsen werden anteilig durch Mittel aus dem Bundesförderungsprogramm "Saubere Luft" sowie mit städtischen Mitteln finanziert.

 

https://essen.adfc.de/neuigkeit/fahrradstrassenachse-von-steele-nach-zollverein-freigegeben

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    weiterlesen

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

    weiterlesen

  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

    weiterlesen

  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

    weiterlesen

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

    weiterlesen

  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

    weiterlesen

Ich möchte dabei sein!

Bleiben Sie in Kontakt